Walk of Wagner

Der Walk of Wagner wurde anlässlich des 200. Geburtstags  Richard Wagners von der BMTG (Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH) als Spaziergang durch Bayreuth  konzipiert.
Dresden
Dresden ist doch am Ende der einzige Ort, wo ich sozusagen zu Hause bin, überall sonst in der Fremde.
1814  folgt die Familie Ludwig Geyer, der am Hoftheater engagiert worden war nach Dresden. So wächst Richard Wagner – zu diesem Zeitpunkt heißt er noch Richard Geyer – im künstlerischen Umfeld des Theaters auf. Als Vierjähriger begegnet er Carl Maria von Weber, damals Königlich-Sächsischer Hofkapellmeister. Mit mäßigem Erfolg beginnt er, Klavier zu lernen, begeistert sich aber früh für die Dichtung: Im Alter von 13 Jahren entwirft er nach der Lektüre E. T. A. Hoffmanns eine erste Tragödie. 1827 wird er in der Kreuzkirche konfirmiert, die Zeremonie und der Gesang werden ihn noch bei der Komposition des Parsifal inspirieren. Ab jetzt trägt er den Namen Richard Wagner; im selben Jahr zieht er nach Leipzig.


Hoftheater Dresden

Erst im April 1842 kehrt er nach Dresden zurück, es beginnt ein Lebensabschnitt, der Wagner künstlerisch wie geistig besonders prägt.

Im Oktober 1842 kann er vor einem begeisterten Publikum Rienzi im Hoftheater uraufführen, kurz vor seiner Ernennung zum Königlich-Sächsischen Hofkapellmeister folgt 1843 Der Fliegende Holländer und im Oktober 1845 Tannhäuser. Einen Monat später vollendet er die Lohengrin-Dichtung; 1848 ist die dazugehörige Partitur fertig, und die Vorbereitungen zu Der Ring des Nibelungen beginnen.

Zur selben Zeit verfasst er, begeistert vom Gedankengut der Frühsozialisten und des Vormärz, zahlreiche Texte, in denen er Positionen zur Theaterreform mit politischer Programmatik verbindet, wobei ihn besonders Schriften Ludwig Feuerbachs und Ideen August Röckels beeinflussen. Intendant Lüttichau missfällt Wagners politische Haltung, auch weil dessen Reformideen seine Position bedrohen – er lehnt die Uraufführung des Lohengrin ab und nimmt Tannhäuser und Rienzi vom Spielplan. Nachdem Sachsens König Friedrich August II. im April 1849 die Paulskirchenverfassung ablehnt, brechen im Mai Straßenkämpfe aus, an denen sich Wagner aktiv beteiligt. Der Aufstand wird nach fünf Tagen niedergeschlagen. Daraufhin muss Wagner, der jetzt steckbrieflich gesucht wird, mit falschem Pass in die Schweiz fliehen und darf bis 1860 deutschen Boden nicht betreten.


Gottfried Sempers genialster Bau: die Barrikade in der Wilsdruffer Gasse

Texte von Antonia Goldhammer und Frank Piontek