News des Präsidiums

28.12.2018
Giornate Wagneriane 2018 Venedig - Bericht von Prof. H-M Schneider
Eine Gruppeaus Karlsruhe besuchte die Giornate wagneriane 2018 in Venedig. Alessandra Althoff-Pugliese hatte wieder ein attraktives Programm zusammengestellt.
Unter der Leitung von Alessandra Althoff- Pugliese traf man sich am Freitagabend zum Konzert unter dem Motto „Wagner e Shakespeare in musica“ im großen Festsaal des Vendramin. Die ausgezeichnete Harfinistin des Orchesters des Teatro La Fenice , Alessia Luise , präsentierte ein sehr überzeugendes, gelegentlich auch technisch äußerst schwieriges Programm . Sie realisierte musikalisch mit Werken von Dowland, Verdi/Naderman, Gounod/Verdalle, Chopin, Verdi/Leybach, Wagner/Luise die Beziehung zwischen der Dramaturgie Shakespeares und den Werken von Verdi und Wagner.

Am Samstag trafen sich Freunde und Mitglieder des RWV Venedig und nur leider sehr wenig Gäste aus den RW-Verbänden von Deutschland und Europa zu einem eindrucksvollen Vortragsvormittag. Prof. Laurenz Luetteken  - Universität Zürich - konnte aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen und so trug  Danielle Buschinger - Université Amiens – freundlicherweise die schriftlich niedergelegten Gedanken  von Herrn Luetteken zu „Mass für Mass? Wagners Shakespeare“ vor. Im eigenen Vortrag erörterte Frau Buschinger die Bedeutung des Dramas von Shakespeare für seine Oper „Das Liebesverbot“ in einem Vergleich der Handlungen und der entsprechenden Deutungen. Michele Girardi - Università Ca’ Foscari Venezia Verdi, berichtete über die Beziehung Verdi’s zu den Literaten nördlich der Alpen, wobei Victor Hugo und Shakespeare, z.B. bei „Macbeth“, eine besondere Rolle spielen.

Ein Höhepunkt der Wagnertage in Venedig stellte wie in den früheren Jahren der Besuch des Teatro La Fenice dar. Damiano Michieletto inszenierte Verdi‘s Oper „Macbeth“ in für Venedig ungewohntem kargen Stil mit Plastikplanen und meist leergeräumter Bühne sowie mit ausgefeilter Personenführung mit vielen Symbolen und Anspielungen. Die ausgezeichnete Aufführung bestach neben der besonderen Regie ebenso mit hervorragenden Sängern, insbesondere Luca Salsi als Macbeth und Vittoria Yeo als Lady Macbeth, und dem großartigen Orchester des Teatro la Fenice unter der Leitung seines Dirigenten  Myung-Whun Chung.


Hans-Michael Schneider, RWV Karlsruhe