Vergangene Kongresse

2018
Innsbruck
In diesem Jahr fand fand der alljährliche Internationale Richard Wagner Kongress in der herrlichen Bergwelt Tirols statt. Veranstaltet vom Wagner Verband Innsbruck / Bozen und fachmännisch organisiert von einem Team unter der Leitung von Dr. Ekkehard Kappler, Präsident des Ortsverbandes, erlebten die Teilnehmer während dieser Tages des Kongresses zahlreiche kulturell reizvolle und aufschlussreiche Programmpunkte, ergänzt durch hervorragende kulinarische und touristische Angebote.
Die Veranstaltung begann mit einer Aufführung von Oscar Straus‘ "Die lustigen Nibelungen" am Innsbrucker Konservatorium. Dies bereitete viel Freude, waren die darbietenden Akteure doch mit Witz und Begeisterung bei der Sache - genau das richtige Angebot zum Auftakt, so dass alle Delegierten in die richtige Stimmung für den weiteren Verlauf kamen.

Die Eröffnungsfeier fand in der großzügigen Umgebung des Innsbruck Kongress Centers statt. Im Anschluss an die Eröffnungsreden von RWVI Präsident Horst Eggers, und von Eva -Pasquier in ihrer Eigenschaft als Botschafterin der Bayreuther Festspiele gegenüber den Wagnerverbänden sowie  Dr. Ekkehard Kappler, Präsident des WS Innsbruck-Bozen.  Die Begrüßung seitens des Landes Tirol fand in Vertretung des Landeshauptmanns durch Frau MdL Barbara Schwaighofer statt. Für die Landeshauptstadt Innsbruck begrüßte Bürgermeister Georg Willi. Alle Gäste konnten dann schließlich ein feines Konzert - ausgeführt von lokalen jungen Künstlern - genießen.  Es folgte ein hervorragendes Buffet, bei dem jeder alte Freunde begrüßen und neue Freunde finden konnte.

Alle noch zu schildernden weiteren Ereignisse wurden ergänzt wurden durch verschiedene Touren und Führungsangebote: Hofburg, Hofkirche (mit dem leeren Grab Kaiser Maximilian und beeindruckenden Bronzestatuen), Bergisel und Schloss Ambras (eine hervorragende Habsburg Residenz mit einer beeindruckenden Sammlung der Rüstkammer und einer „Wunderkammer“ mit allerlei bizarren Kuriositäten).

Der nächste Tag begann mit der Delegiertenversammlung der RWVI. Es waren rund 80 Teilnehmer anwesend, die Vertreter von Wagnerverbänden aus Deutschland, Österreich, Frankreich und weiteren Ländern. Die Tagesordnung enthielt keine Punkte, die Anlass zu Kontroversen gegeben hätten, das Treffen beschränkte sich auf folgende Punkte: Bericht des Präsidenten, Jahresabschluss, Bericht des Rechnungsprüfers und Entlastung des Vorstands. Weiter gingen Berichte von Dr. Stefan Specht über die Stipendienstiftung ein, der auch Grüße von Bürgermeisterin Merk-Erbe, die verhindert war, überbrachte.

Den Präsidenten der Gesellschaft, die seit 10 Jahren anwesend waren, wurden als Ehrenpreis jeweils das so genannte "Goldenes W" verliehen,
außerdem wurden alle neu gewählten Präsidenten genannt bzw. vorgestellt soweit diese selbst anwesend waren.

Professorin Alessandra Althoff-Pugliese hielt einen kurzen Vortrag über den mit Spannung erwarteten Kongress 2019 in Venedig und konnte die ersten druckfrischen Flyer für diese Veranstaltung verteilen. Sie können mehr über die Daten und das vorläufige Programm oben auf dieser Kongress-Webseite erfahren.

Vorstandsmitglied Dr. Matthias Lachenmann informierte kurz über die europäischen Datenschutzgesetze und wies darauf hin, dass diese Informationen und weitere Hinweise auf Anfrage verfügbar seien.

Unter "Verschiedenes" erfolgte eine Einladung für den Wagner-Kongress in Bonn im Jahr 2020, für das bevorstehende Symposium "STICHWORT WAGNER" Wagner in München im März nächstes Jahres ("Richard Wagner und die Theologie"), für den diesjährigen Gesangswettbewerb in Karlsruhe im September, für den Ring in Minden im Jahr 2019 und verschiedene anderer Wagner Produktionen, die auf der ganzen Welt stattfinden.

Auf das Treffen folgte ein Festivalbesuch des 3. Aktes von Tannhäuser im Passionsspielhaus in Erl, gefolgt von einer kleinen kulinarischen Pause und einem hervorragenden Wagnerkonzert des Festivalorchesters unter der Leitung von Gustav Kuhn im neuen Konzerthaus. Ein sehr angenehmer Abend für alle Teilnehmer, die den Weg nach Erl gefunden hatte.

Der vorletzte Tag begann mit einem Symposium zu Nitsch sowie Stockhausen und Wagner, das von den deutschsprachigen Delegierten sehr gut besucht wurde und zwei sachkundige Referenten aufbot. Es ergab sich eine von den Anwesenden als spannend empfundene kontroverse Diskussion.

Der Abend im Tiroler Landestheater gehörte dem "Rienzi" unter der Leitung von Johannes Reitmeier und unter der Leitung von Lukas Beikircher. Die Rolle der Irene wurde von Josefine Weber, einer ehemaligen Stipendiatin des Münchner Verbandes, zum Stolz und zur Zufriedenheit nicht nur der 35 Vertreter aus der Bayerischen Landeshauptstadt gesungen (siehe Foto).

Der Kongress 2018 endete mit einem sehr gelungenen Konzert im Kongress Center, bei dem zum, Finale der Saison das Universitätsorchester und die Sopranistin Sophia Pisching zu sehen war. Werke von Bellini, Wagner und Bruckner wurden gespielt. Das Abschiedsessen gab den Teilnehmern die Möglichkeit, sich voneinander und von der schönen Stadt, die diesen schönen Internationalen Wagner-Kongress im Jahr 2018 ausgerichtet hatte, zu verabschieden. Präsident Horst Eggers sprach für uns alle, als er Dr. Ekkehard Kappler und seiner Kollegin Barbara Gottardi für die wunderbare und hochkarätige Veranstaltung seinen tief empfundenen Dank aussprach.

Der Kongress wurde auch von Publizist Klaus Billand (Wien/München) besucht, der als ausgewiesener Wagnerexperte gelten darf und vom Kongress für den „Neuen Wiener Merker“ berichtete. Dieser Bericht ist auch auf der Webseite dieses Opernfachblattes zu lesen.

Sein vollständiger Bericht: onlinemerker.com/innsbruck-internationaler-richard-wagner-kongress-2018-20-bis-24-juni-2018/